Kinder haben Träume

Winkelmaß Nicht zugeordnet Leave a Comment

von Hans Fischer

Das Kinderheim „Yo quiero ser …“ in Honduras

Am 8. November 2014, wurde in den Räumlichkeiten der Zürcher Freimaurerlogen auf dem Lindenhof 4 in Zürich der Jonas Furrer-Preis 2014 verliehen. In Erinnerung an den ersten Schweizer Bundespräsidenten von 1848 und überzeugten Freimaurer steht der Preis unter dem Patronat der zehn Freimaurerlogen der Kantone Zürich und Schaffhausen. Diese stehen unter der Schirmherrschaft der Schweizerischen Grossloge Alpina mit Sitz in Bern.

Der mit CHF 10’000.00 dotierte Jonas Furrer-Preis wird seit 1998 alle zwei Jahre verliehen. Es werden jeweils Persönlichkeiten oder Organisationen ausgezeichnet, die für Respekt und Toleranz gegenüber dem Einzelnen, Solidarität mit den Schwachen und persönliches Engagement für ein Leben in Menschenwürde einstehen.

Die letztjährige Preisträgerin ist Patricia Scarpatetti, welche das grossartige Kinderhilfsprogramm „yo quiero ser…“ in Honduras ins Leben gerufen hat. Sie wurde für ihr persönliches Engagement für ein Leben in Menschenwürde ausgezeichnet.

Bei der Preisübergabe waren über 100 Freimaurer anwesend, die Laudatio hielt Dr. Thomas Borer, ehem. Schweizer Botschafter in Deutschland. Die Preisträgerin möchte diesen ehrenvollen Preis gerne mit allen Personen teilen, die sie in den letzten Jahren tatkräftig unterstützt haben, sei dies finanziell und/oder mental. Auch ein ganz herzliches Dankeschön im Namen aller „yo quiero ser…“- Kinder. Die lachenden und glücklichen Kindergesichter mit ihren zufrieden schlagenden Herzen sind die Reflexion aller Unterstützungen, die sie immer entgegennehmen dürfen.

Wer ist „Yo quiero ser …“?

Foto: Stiftung Kinderheim "Yo quiero ser"

Foto: Stiftung Kinderheim „Yo quiero ser“

Der Name „Yo quiero ser …“ hat einen direkten Zusammenhang mit dem zentralen Leitgedanken des Projektes: Kinder haben Träume. Sie hoffen, dass die Träume eines Tages erfüllt werden. Sie haben aber auch Ideale und Idole, welche sie gerne nachahmen. In diesem Zusammenhang sagen sie dann: „ich möchte sein/ich möchte werden…“. Viele Kinder haben aufgrund ihrer Vergangenheit die Hoffnung auf das Erfüllen ihrer Wünsche verloren. «yo quiero ser…» will ihnen den Glauben an das Leben wieder schenken.

Foto: Stiftung Kinderheim "Yo quiero ser"

Foto: Stiftung Kinderheim „Yo quiero ser“

Für Straßenkinder ist in der Gesellschaft von Honduras kein Platz vorgesehen, der Staat kümmert sich kaum um ihr Schicksal. Die Kinder schlagen sich auf der Straße durch und schließen sich oft Jugendbanden an. Ihre Lebensumstände sind hart; sie entwickeln dadurch besondere Fähigkeiten. Innerhalb der Jugendbanden, welche für die Kinder als Familienersatz fungieren, lernen sie Verantwortung für andere Kinder zu übernehmen und entwickeln Strategien, um das raue Leben auf der Straße zu bewältigen. Hier liegt das Potential der Kinder, das es zu stärken gilt: Wille und Zielstrebigkeit. Aufgrund dieser Eigenschaft ist es unsere Aufgabe, die Kinder für ein Leben fernab der Straße zu gewinnen und sie auf diesem Weg zu begleiten. Wir gewähren ihnen Raum und Zeit um eine eigene Persönlichkeit zu entwickeln, stärken ihre Interessen und Fähigkeiten und ermöglichen ihnen eine Schulbildung. Das heißt, das Kinderheim «yo quiero ser…» öffnet den Kindern Perspektiven.

Foto: Stiftung Kinderheim "Yo quiero ser"

Foto: Stiftung Kinderheim „Yo quiero ser“

Mit einem ehemaligen Spital, welches von der Stadt und der Organisation COSAPROSAME im Jahre 2007 dem «yo quiero ser…» zur Verfügung gestellt wurde, besteht ein idealer Ort für das Projekt. Die Liegenschaft verfügt über ausreichend Platz zum Wohnen und für das sichere Spielen im Freien. Mit viel Engagement und freiwilligen Helfern aus der Schweiz wurde rasch ein freundliches und warmes Daheim geschaffen.

In der „Sala Cuna“, unsere Kinderstube, finden zehn Kleinkinder Sicherheit, Geborgenheit und Wärme. Kleinkinder, für welche die Eltern nicht sorgen können, sind besonders von ihrer Armutssituation betroffen. Wenn sie nicht zur Adoption freigegeben werden, müssen sie in den Auffangstationen verweilen, in welchen sie nur unzureichend versorgt werden. Geld- und Personalmangel führen dazu, dass die Kleinen oft den ganzen Tag im Gitterbett verbringen – ohne körperliche und emotionale Nähe. Entwicklungsstörungen sind eine logische Folge dieser Vernachlässigung. Die meisten Kinderheime nehmen nur Kinder auf, die bereits eine gewisse Selbständigkeit aufweisen. Mit der Sala Cuna sollen auch diese Kleinsten auf einen Lebensweg mit Perspektiven geführt werden.

Foto: Stiftung Kinderheim "Yo quiero ser"

Foto: Stiftung Kinderheim „Yo quiero ser“

Heute bietet das «yo quiero ser…» 42 Mädchen und Knaben im Alter von 12 Monaten bis 17 Jahren Liebe, Sicherheit, Geborgenheit, Zuwendung, ein Daheim, Essen, ein Bett zum Schlafen und Schulbildung.

Kontaktdaten und Spendenkonto

Stiftung Kinderheim
«yo quiero ser…»

Patricia Scarpatetti
Sur Strada 10
CH-7452 Cunter GR

Bankverbindung für Spenden:

Graubündner Kantonalbank
IBAN:CH56 0077 4010 0886 5740 0

Hogar de Niños «yo quiero ser…»
Satelite, Col. Sandoval Sorto
Apartado Postal 385
San Pedro Sula
Honduras, C.A.

Hans FischerDer Autor:

Br.·. Hans Fischer ist Mitglied der Loge St. Johann am Rhein i.·. O.·. v.·. Schaffhausen. Er ist Alt-MvSt. und war Mitglied des Großbeamtenkollegiums der Schweizerischen Großloge Alpina.

Hans Fischer ist Autor von mehreren Ritualen, vielen im Schweizerischen Freimaurermagazin Alpina publizierten Baurissen und den im Leipziger Freimaurer-Verlag erschienenen Instruktionen für Freimaurer.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.